Apfel (Fam. Rosaceae)

Apfel

Der Apfelbaum (Pirus malus) ist vor allem in gemäßigten Klimazonen wie zum Beispiel in Mitteleuropa, Australien, Indien und Nordamerika beheimatet. Er wächst am besten auf humusreichen Böden. Seine veredelten Sorten werden vor allem in Gärten und Wiesen geplanzt, in wilder Form gedeiht er jedoch auch in Feldgehölzen und Laubwäldern.

Der "Stammvater" unserer veredelten Sorten ist der Holzapfel (Malus sylvestris). Auch er liebt vor allem lichte Standorte. Der Apfelbaum mit seiner ausladenden Krone wird bis zu acht Meter hoch, sein Stamm erreicht einen Durchmesser von höchstens 60 cm. Aus diesem Grund ist Apfelholz nur selten anzutreffen. Die graubraune Rinde ist anfangs glatt, blättert später in dünnen Scheiben ab. Die Blüten des Apfelsbaumes sind weiß und außen rötlich, manche Apfelsorten blühen auch leuchtend rot. Die bis zu 7 cm langen Blätter sind eiförmig zugespitzt, fein gesägt und wechselständig, an der Unterseite sind sie leicht filzig. Der Apfelbaum bringt eine der beliebtesten Früchte hervor, die sehr vielfältig ist: die Farbe des Apfels reicht von grün bis tiefrot. Die Äpfel erreichen eine Größe von Kirsch- bis Grapefruitgröße.

Bereits in der Jungsteinzeit und Bronzezeit war der Apfel als Nahrungsergänzung beliebt. Er galt schon damals als Symbol der Fruchtbarkeit und Liebesfrucht. Auch heute wird er als Gesundheitsbringer hoch geschätzt. Das Pektin, der Hauptwirkstoff des Apfels, wird in großen Mengen als Geliermittel für Gelees und Marmeladen gewonnen. Außerdem ist es ein sehr gutes Mittel zum Beispiel beim kindlichen Durchfall. Des weiteren wird das Pektin auch äußerlich bei Durchblutungsstörungen und Reinigung von Furunkeln angewendet.

Das Holz des Apfelbaums ist hart und dicht, allerdings oft auch drehwüchsig. Es muß langsam getrocknet werden, sonst neigt es zum reißen und werfen. Es ist, genau wie die Frucht, bunt und erfrischend, meist rötlichbraun. Der Splint ist hellrötlich. Wegen seiner geringen Verfügbarkeit wird es nur für Einzelstücke im Möbelbau sowie im Kunsthandwerk eingesetzt.

Der Apfel gilt als Symbol der Sinnlichkeit. Beim Essen benutzen wir alle Sinne: Sehen, Riechen, Fühlen, Schmecken und Hören. Seine gesundheitsbringende Wirkung verhalf ihm zu dem Spruch: "One apple a day takes the doctor away" (ein Apfel am Tag macht den Arzt überflüssig). Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, pflanzen Sie einen Apfelbaum. Es ist eine der schönsten Gelegenheiten, Muße und Lebensfreude auszusäen!