
Die Zwetschke (Zwetschge, Pflaume - Prunus domestica) gehört zur Familie der Rosengewächse, zu der unter anderem auch Kirsche, Aprikose und Pfirsich gehören. Sie stammt ursprünglich aus dem Orient und wächst heute von Mittel- bis Osteuropa und auf dem Balkan. Vor ca. 2000 Jahren verbreitete sie sich durch die Römer in Mitteleuropa. Es gibt unzählige Kreuzungen und Sorten von ihr. Im 18. Jahrhundert wurde sogar versucht, sich durch das Verbot bestimmter Sorten einen Überblick zu verschaffen.
Der Baum mit der unregelmäßigen Krone wird bis zu zehn Meter hoch und erreicht selten einen Durchmesser von mehr als 30 bis 40 cm. Das Lebensalter des Baumes geht meist nicht über vierzig Jahre hinaus. Dann wird er innen sehr oft hohl, was in den meisten Fällen auf Parasitenbefall zurückzuführen ist. In jungen Jahren ist die Rinde der Zwetschge glatt, im Alter wird sie rissig und dunkelbraun/ schwarz.
Die Blätter der Zwetschge sind elliptisch, stumpf oder kaum zugespitzt und kleingesägt. Die weißen Blüten erscheinen meist büschelig. Die Blütezeit ist von März bis Mai. Die länglich-ovalen, dunkelblauen Früchte können je nach Sorte von Juli bis Oktober geerntet werden. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralien, schmecken süßsauer und werden meist für Backwaren oder zur Schnapsherstellung verwendet.
Das außerordentlich schöne Holz ist nur in geringen Mengen verfügbar. Es ist sehr hart und schwer, neigt aber leicht zum Reißen und Werfen und muß daher langsam getrocknet werden. Das Splintholz ist gelblich, der Kern rot bis violettbraun. Es wird vorrangig im Kunsthandwerk oder als Furnier für kleinere Einlegarbeiten verwendet.